The subject-centric computing Glue
March 12th, 2009
Kürzlich habe ich einen Artikel über Put The Social Web In Context With Glue’s New Browser Plugin gelesen. Die Idee hinter Glue beschreibt das folgende (Werbe-)video ziemlich gut.
Hinter Glue erkenne ich den Umriss der Idee des subject-centric computings. Sowohl das Motto der TMRA 2008 als auch auf das Motto der Topic Maps User Conference 2008 war subject-centric computing. Doch keiner der Vorträge auf den Konferenzen konnte der Idee Schärfe geben.
Natürlich kann auch Glue dies nicht. Aber die Funktionsweise von Glue führt mich dicht an das heran, was ich mir unter subject-centric computing vorstelle.
Doch zuerst ein Blick auf das (vereinfachte) Datenmodell von Glue. Zum Einen gibt es Personen, die miteinander Beziehungen vom Typ “Freundschaft” haben können. Zudem gibt es “Aussagegegentände”, z.B. ein bestimmter Film oder ein Wein. Personen erzeugen zu Aussagegegenständen Beziehungen vom Typ “gefällt mir” aktiv und Beziehungen vom Typ “habe ich auch gesehen” passiv. Und sie können noch Kommentare zu einem Aussagegegenstand erstellen. Das wars, der Rest wird automatisch aus entsprechenden Daten erzeugt.
Was mich dabei nah an die Idee des subject-centric computings bringt ist das “Erkennen” eines Aussagegegenstandes. Mein Stream von besuchten Webseiten wird analysiert, und immer wenn ich auf eine Seite komme, zu dessen Aussagegegenstand Informationen bei Glue vorliegen, bekomme ich die entsprechenden “sozialen” Informationen angezeigt. Das Spannende dabei ist, dass ein Aussagegegenstand – wie z.B. der Film Der Herr der Ringe – auf vielen verschiedenen Webseiten erkannt wird. Alle Repräsentationen des Films im Netz werden dann auf einen Aussagegegenstand bei Glue zurückgeführt.
Das ist sehr aussagegegenstandszentriert. Und was ist daran “computing”. Dass die Daten der aussagegegenstandszentrierten Datenbasis wie ein großer Filter für den Stream an Informationen wirken. Und immer dann, wenn eine Seite besucht wird, die einen bestimmten Aussagegegenstand repräsentiert, wird automatisch ein Statement “X hat Y angeschaut” erzeugt. Und diese Änderung der Datenbasis kann weitere Reaktionen hervorrufen – vieleicht wieder auf Basis solch aussagegegenstandszentrierter Muster. Und spätestens jetzt formt sich ein konkreter Umriss für die Idee des subject-centric computings.
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